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Website beschleunigen: 6. Tipps für WordPress

25. Oktober 2012
Stephan
Website beschleunigen - Tipps für eine schnellere Website

Nachdem ich in den ersten Teilen dieser Artikel-Serie auf einige allgemeine Möglichkeiten zur Website-Beschleunigung eingegangen bin, möchte in diesem Artikel noch einige zusätzliche Performance-Tipps für WordPress aufführen.

Im Grunde ist es ratsam die bereits vorgestellten Tipps auch bei WordPress anzuwenden, aber glücklicherweise gibt es für WordPress einige interessante Plugins, die uns die Arbeit erleichtern bzw. vollständig abnehmen – sei es nun die Optimierung von Grafiken oder das Minimieren von Code.

Teile der Artikel-Serie

Zur Übersicht eine Auflistung aller erschienenen Artikel der Artikel-Serie „Website beschleunigen“:

  1. Reduzierung von HTTP-Requests
  2. Grafiken optimieren
  3. Browser-Caching
  4. Gzip-Komprimierung
  5. Code minimieren & optimieren
  6. Tipps für WordPress
  7. Sonstige Performance-Tipps

Cache-Plugin verwenden

Neben dem clientseitigen Browser-Caching können wir auch serverseitig einzelne Dateien cachen, wofür es einige gute Plugins für WordPress gibt.

Was bedeutet (serverseitiges) Caching bzw. Cachen eigentlich (bzgl. WordPress)?
Vor kurzem hatte ich diese Frage bereits in einem Artikel über Quick Cache kurz beantwortet und verzichte deshalb hier auf eine weitere Erklärung.

Im Folgenden eine Liste von den wohl bekanntesten Cache-Plugins:

Das Plugin W3C Total Cache hat den Vorteil, dass es neben dem reinen Cachen auch gleich noch euren Code (HTML, CSS & JavaScript) minimieren kann. Zusätzlich können z.B. auch mehrere CSS- bzw. JavaScript Dateien zu jeweils einer Datei zusammengefasst werden.

Grafiken optimieren

Auch für die Optimierung von Grafiken gibt es für WordPress bereits einige Plugins. Neben WP Smush.it gibt es neuerdings vom bekannten WordPress-Plugin-Entwickler Sergej Müller das Plugin Optimus. Letztgenanntes optimiert dabei die Grafiken direkt beim Hochladen.

Nur die nötigsten Plugins verwenden

Jedes Plugin verbraucht zusätzlich Speicher und produziert im schlimmsten Fall auch bei jedem Zugriff viele zusätzliche Datenbankanfragen. Deshalb solltet ihr die Plugins die ihr nicht benötigt deaktivieren und gegebenenfalls deinstallieren.

Das P3 (Plugin Peformance Profiler) Plugin ist zudem nützlich, zu untersuchen inwieweit die einzelnen Plugins die Ladegeschwindigkeit eures WordPress (negativ) beeinflussen.

Auf deutsche Sprache verzichten

Standardmäßig findet sich in der deutschen WordPress-Installation in der wp-config.php der folgende Eintrag:

define('WPLANG', 'de_DE');

Das führt dazu, dass WordPress deutsch „spricht“ und z.B. der Admin-Bereich komplett in deutscher Sprache verfügbar ist. Der Nachteil ist, dass WordPress die englischen Originaltexte immer übersetzen muss, was die Performance nicht gerade verbessert.

Falls ihr also auf die deutsche Sprachunterstützung verzichten könnt, ist es möglich durch Anpassung der vorgestellten Konstante die Sprachunterstützung für die deutsche Sprache auszuschalten:

define('WPLANG', '');

Ein interessanter Artikel hierzu: Warum die deutsche Sprachdatei WordPress um 44 Prozent langsamer macht

Alternativ gibt es auch ein Plugin namens WP-Performance-Gettext-Patch, welches ich selbst bisher aber nicht ausprobiert habe. Wenn das Plugin wirklich funktioniert bzw. die Performance verbessert, hätte es natülich den Vorteil, dass weiterhin die deutsche Sprachunterstützung genutzt werden kann.

Weitere Tipps

Weitere Tipps zur Optimierung von WordPress, findet ihr auch direkt im WordPress-Codex oder aber auch z.B. hier:

Fazit

Wie ihr gesehen habt, gibt es für WordPress bereits hilfreiche Plugins, die einem helfen die Performance von WordPress zu verbessern.

Habt ihr noch weitere Tipps bzgl. der Performance-Verbesserung von WordPress?

Kommentare  
8 Kommentare vorhanden
1 Viktor schrieb am 28. Oktober 2012 um 18:16 Uhr

Hallo Stephan ,

Auf deutsche Sprache verzichten muss nicht sein.
So habe ich dies problem gelöst:

WPLANG Lite Plugin Von Sergey Biryukov instaliert
Creates a separate tiny .mo file to use on a site front-end. Allows to save some amount of RAM on a shared hosting server.

define(‚WPLANG‘, ‚de_DE‘);

mit ersätzen, und das hilft

if (strpos($_SERVER[‚REQUEST_URI‘], ‚wp-admin‘))
define (‚WPLANG‘, ‚de_DE‘);
else
define (‚WPLANG‘, ‚de_DE‘);

probiere aus.
MfG
Viktor

2 Stephan L. schrieb am 29. Oktober 2012 um 10:03 Uhr

Hallo Viktor,

danke für deine Ergänzung. Soweit ich das aber vestehe, dient das Plugin doch nur dazu Speicher zu sparen? Mir ging es eher darum, dass die Ladegeschwindigkeit dadurch positiv beeinflusst werden kann.

Gruß Stephan

3 Viktor schrieb am 29. Oktober 2012 um 17:53 Uhr

Hi Stephan,
Mit WP-Performance-Gettext-Patch und WPLANG Lite Plugin merkt unterschiede schon.von
29.12MB | MySQL:32 | 0,560sec
Ladegeschwindigkeit Speed: 22.12MB | MySQL:6 | 0,176sec

Nur mit dem WP-Performance-Gettext-Patch Vorsichtig,vor erst alle Plugins Deaktivieren, der Plugin passt auch nicht für jeder Hosting
MfG
Viktor

4 Stephan L. schrieb am 30. Oktober 2012 um 12:11 Uhr

Klingt vielversprechend – werde die beiden Plugins demnächst wohl auch mal testen.

5 Andreas Sturm schrieb am 26. Juni 2013 um 15:20 Uhr

… auf o.a. Link findest Du noch mehr Tipps zur Beschleunigug von wordpress. Den Tipp mit dem Verzicht auf die geänderte Sprachversion teste ich grade – mal sehen, ob es etwas bringt.

6 Björn schrieb am 25. Februar 2014 um 23:54 Uhr

Meine Empfehlung zum Sprache/Geschwindigkeits-Problem: WP Performance Pack http://wordpress.org/plugins/wp-performance-pack/
Das Plugin vereint quasi den Performance GetText Patch (allerdings ohne WordPress patchen zu müssen) und (falls gettext nicht verfügbar ist) einen alternativen MO-Reader mit quasi integriertem WPLANG Lite (wenn Caching und ein Object Cache Plugin verwendet werden) sowie ein paar weitere Optimierungen. Und das ganze mit einem möglichst einfachen Interface. (Da das Plugin von mir stammt würde ich mich über reichlich Feedback und Anregungen freuen)

7 crissxcross | siio SmartHome Blog schrieb am 25. März 2014 um 01:56 Uhr

Hallo, toller Beitrag!

bisher versuche ich immernoch meinen Blog „einen Zahn“ schneller zu machen. aktuell nutze ich das von dir angesprochene W3 Total Cache Plugin, welches ich persönliche für das Beste WordPress Cache Plugin halte.
In Verbindung mit dem W3T nutze ich das MAX CDN um die Bilder von meinem Blog schenller auszuliefern.
Die Vorschläge in dem Beitrag und auch in den Kommentaren finde ich klasse, werd ich auf jedenfall die nächsten Tage testen.

8 ALmir schrieb am 12. Mai 2014 um 22:26 Uhr

Alternativ habe ich in meinem Beitrag zwei andere Plugins für die gZIP Komprimierung und ein Browser Caching getestet und vorgestellt. Vielleicht für den ein oder anderen interessant .. http://www.eightythree-design.de/webseite-beschleunigen/

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